SOS Schule Open Source "Am Hartwege" Weimar
Im Rahmen des Projektes Schulbau Open Source der Stadt Weimar und Montag Stiftung in Kooperation mit der IBA Thüringen werden neben dem Schulneubau die Freiflächen der Schule unter Berücksichtigung des innovativen pädagogischen Konzeptes der Jenaplanschule in Weimar neugestaltet.
Ziel des Projektes ist es, den Außenraum genauso als pädagogische Fläche zu betrachten wie die Innenräume. Gebäude und Freiraum wirken als ein zusammenhängender pädagogischer Raum und sollen als solcher genutzt werden. Auch besteht die Idee, die klassische Gliederung aus befestigtem Hof einerseits und Grünraum andererseits aufzulösen.
Fotografin: Nora Klein
14.000 qm
abgeschlossen
10.2020 bis 09.2025
Stadt Weimar, in Kooperation mit IBA Thüringen
Gernot Schulz Architektur mit Ernst. Architekten, Hausmann Architektur, Rabe Landschaften (LP 1-5)
Nominierung: Staatspreis Baukultur Thüringen 2026
Freiraumplanung LP 5-9
Das SOS-Land (von der Schülerschaft benannt)
Der Begriff „Land“ vereint Gebäude und Landschaft miteinander. Hierbei ist das Land als „Grund“ gemeint. Es gilt das Land zu erobern, zu bewirtschaften, zu entdecken und es zu pflegen. Teil des Landes sind die Schüler:innen, die Pädagog:innen und die Pflanzen sowie Tiere. Land ist kultiviert. Die Stoffkreisläufe, Bodenverhältnisse, Wachstumsprozesse, Jahreszeiten und ökologischen Zusammenhänge zu verstehen, ist ein wichtiger Bestandteil nachhaltigen Wirtschaftens – auch auf einem Schulgelände.
Daher stellt die Pflege der Freianlagen einen zentralen Teil des Freiraumkonzeptes und damit auch des Schulkonzeptes dar.
Es soll so viel Grünfläche wie möglich erhalten und neugestaltet werden. Das Schul-Land wird – auch jenseits der Pausen – wesentlicher Teil des Schulalltags. Die Gebäude bilden ein Ensemble aus bestehender Sporthalle sowie drei neuen Baukörpern über unterschiedliche Höhenniveaus verteilt, so dass die Schülerinnen und Schüler im Schulalltag regelmäßig hinein- und herausgehen.
Im neuen Schul-Land gibt es nützliche Bereiche, sinnliche Bereiche, Bewegungsbereiche, Experimentier- und Baubereiche, Rückzugsorte sowie großzügige Gemeinschaftsbereiche für Feste und Veranstaltungen.
Die vorhandenen Qualitäten des Grundstücks (Topografie, definierte Orte, unbestimmte Orte, Flächen zum Erkunden und Entdecken, Bewegungsräume, Rückzugsräume und Ränder ...) bleiben erhalten und werden mit der Gestaltung weiterentwickelt. Naturkreisläufe und ökologische Themen werden in die Freianlagen integriert.
„Das Schul-Land ist ein Ort an dem man nicht lernen muss ... es aber tut!“.